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Die dunklen Basaltsäulen am Eingang der Fingalshöhle auf Staffa

Isle of Mull, Iona & Staffa: Sehenswürdigkeiten

Was es auf Mull, Iona und Staffa zu sehen gibt – und in Oban, dem Hafen, von dem Sie ablegen.

Mull ist größer, als es aussieht, und fast alle Straßen sind einspurig: Von Tobermory zur Iona-Fähre in Fionnphort sind es knapp 90 Kilometer und anderthalb Stunden oder mehr. Ordnen Sie Ihre Tage nach Gegenden – Norden, Südwesten und Bootsfahrten.

1 Tobermory

Die bunt gestrichenen Häuser von Tobermory spiegeln sich im Hafen

1788 als planmäßiger Fischerhafen gegründet, zieht sich Mulls Hauptort um eine geschützte Bucht, seine hohen Häuser am Kai in kräftigem Rot, Blau und Gelb gestrichen. Es gibt eine Brennerei von 1798, ein kleines Museum, ein Aquarium, Kunsthandwerksläden und Schiffsausrüster, und Boote legen zu Tierbeobachtungsfahrten ab. Ein bewaldeter Küstenpfad führt zum Leuchtturm am Rubha nan Gall.

Praktisch: Frei zugänglich; 2 Stunden einplanen, mit dem Weg zum Leuchtturm mehr (etwa 1½ Stunden hin und zurück). Brennereiführungen sind kostenpflichtig und am besten vorab zu buchen.

2 Duart Castle

Duart Castle auf seiner Landspitze, dahinter die Berge von Mull

Die Stammburg des Clan Maclean aus dem 13. Jahrhundert steht auf einer Felsspitze über dem Sound of Mull – das Erste, was man von der Fähre aus sieht. Nach den Jakobitenaufständen verfallen, wurde sie 1911 vom Clanchef zurückgekauft und restauriert, und die Familie lebt noch heute dort. Besucher sehen den Wohnturm, die Verliese und die Prunkräume und können auf die Zinnen steigen.

Praktisch: Kostenpflichtig; meist von April bis Oktober geöffnet. 1½ Stunden einplanen. Fünf Kilometer vom Fährhafen Craignure.

3 Iona und die Abtei

Die Abtei von Iona auf ihrer grünen Wiese über dem Meer

Columbans Kloster machte diese fünf Kilometer lange Insel zu einem Zentrum von Gelehrsamkeit und Kunst für den ganzen Norden Britanniens – das Book of Kells soll hier begonnen worden sein –, und frühe schottische Könige wurden zur Bestattung hierhergebracht. Die mittelalterliche Benediktinerabtei, die es ablöste, wurde im 20. Jahrhundert restauriert und dient noch immer dem Gottesdienst. Ringsum stehen hohe gemeißelte Kreuze, die Ruine eines Nonnenklosters und ein Gräberfeld; dahinter führt ein halbstündiger Spaziergang zu Muschelsandstränden am Nordende.

Praktisch: Personenfähre ab Fionnphort, etwa 10 Minuten, im Sommer häufig. Abtei: kostenpflichtig (Historic Environment Scotland). Mindestens 3 Stunden auf der Insel einplanen; Besucher dürfen kein Auto mitbringen.

4 Staffa und die Fingalshöhle

Die dunklen Basaltsäulen am Eingang der Fingalshöhle auf Staffa

Staffa ist das schottische Ende desselben Lavastroms, der in Nordirland den Giant’s Causeway bildete: eine kleine Insel aus regelmäßigen sechseckigen Basaltsäulen. Ein Steg über die Köpfe gebrochener Säulen führt in den Eingang der Fingalshöhle, einer rund 70 Meter tiefen Meereshöhle, deren hallende Dünung Mendelssohn nach seinem Besuch 1829 zur Hebriden-Ouvertüre inspirierte.

Praktisch: Bootsfahrten ab Fionnphort, Iona, Ulva Ferry, Tobermory und Oban, etwa April bis Oktober; rund eine Stunde an Land. Der Landgang hängt vom Seegang ab und führt über Stufen und unebenen Fels.

5 Lunga und die Treshnish Isles

Zwei Papageitaucher auf einer grasbewachsenen Klippe der Insel Lunga

Eine Kette unbewohnter Inseln westlich von Mull. Auf Lunga, der größten, brüten Tausende Seevögel – Papageitaucher, Tordalken, Trottellummen –, und oben auf der Grasfläche sitzt man nur wenige Schritte von Papageitauchern entfernt, die ihren Geschäften nachgehen. Die Fahrten verbinden Lunga meist mit Staffa.

Praktisch: Bootsfahrten von 4–6 Stunden ab Ulva Ferry und Tobermory, für Papageitaucher von Mitte April bis Anfang August. Rauer Landgang über Geröll: bei eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.

6 Tierwelt zu Land und zu Wasser

Seeadler – mit bis zu 2,4 Metern Spannweite – wurden ab den 1970er-Jahren in Schottland wieder angesiedelt, und Mull ist ihre Hochburg; Steinadler, Kornweihen, Rothirsche und Otter teilen sich die Insel. Adlerbeobachtungen mit Rangern, geführte Wildlife-Touren im Minibus und Walbeobachtungsfahrten ab Tobermory (zu Zwergwalen, Delfinen und Riesenhaien) machen Sichtungen weit wahrscheinlicher als auf eigene Faust.

Praktisch: Geführte Ausflüge sind kostenpflichtig und sollten vorab gebucht werden. Für Otter: ruhige Meeresarmufer bei auflaufendem Wasser beobachten, früh oder spät am Tag.

7 Calgary Bay und die Westküste

Die einspurige Straße um den Westen von Mull ist eine der großen Panoramastrecken der Hebriden: der weiße Sand und das türkisfarbene Wasser der Calgary Bay, der Wasserfall Eas Fors, der ins Meer stürzt, Blicke nach Ulva und Staffa und der Ben More – der einzige Insel-Munro außerhalb von Skye –, der sich über dem Loch na Keal erhebt.

Praktisch: Kostenlos. Ein halber bis ganzer Tag mit dem Auto. Langsam, eng und stellenweise ausgesetzt; in Tobermory, Salen oder Craignure volltanken.

8 Oban

Eine CalMac-Fähre verlässt die Bucht von Oban Richtung Isle of Mull

Das „Tor zu den Inseln“ ist ein viktorianischer Badeort um eine hufeisenförmige Bucht voller Fähren. Darüber steht der McCaig’s Tower, ein kolosseumsartiger Zierbau aus der Zeit um 1900, mit schönem Blick über die Bucht nach Mull. An der Uferpromenade liegen eine der ältesten und kleinsten Brennereien Schottlands und Seafood-Stände, die Langustinen, Austern und Krebse direkt vom Boot verkaufen.

Praktisch: McCaig’s Tower: kostenlos, ein steiler Fußweg von 15 Minuten. Brennereiführungen kostenpflichtig; vorab buchen. Für die Stadt 2–3 Stunden einplanen.

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